Der Paritätische Kreis Warendorf

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Aufgeschlagener Terminkalender in Buchform

Aktuelles und Termine

Termine

Wir bieten Fortbildungen für Selbsthilfegruppen an, organisieren Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen - oft in Kooperation mit anderen Akteur*innen aus dem sozialen Bereich - und sind bei unterschiedlichen Veranstaltungen mit Infoständen vertreten.

Unsere anstehenden Termine

Am 05. Mai 2026 um 17.00 Uhr wird im Heimatverein Neubeckum e.V. eine Ausstellung zum Internationalen ME/CFS Awareness Day eröffnet. Im Mittelpunkt steht ME/CFS als Folge von Post‑COVID und die Lebensrealität der Betroffenen. Zur Eröffnung findet eine Gesprächsrunde mit Betroffenen der Selbsthilfegruppe Post Covid statt. Die Ausstellung ist im gesamten Mai während der Öffnungszeiten des Heimatvereins zugänglich. Eröffnung der Ausstellung: 05. Mai 2026 von 17.00 - 18.30 Uhr | Ort: Treffpunkt Nr. 5 Heimatverein Neubeckum e.V., Hauptstr. 5
59269 Beckum-Neubeckum
Zu den Öffnungszeiten des Heimatvereins e.V. im gesamten Monat Mai 2026 sind die Exponate und Bilder zugänglich und Betroffene sind anwesend für Gespräche.
Eine Veranstaltung der Selbsthilfegruppe Post Covid mit Unterstützung der Selbsthilfe-Kontaktstelle Kreis Warendorf und dem Heimatverein Neubeckum e.V. Kontakt:postcovid-ahlen@web.de | Hier finden Sie das Plakat

Am 09. Mai 2026 von 11.00 - 15.00 Uhr findet im Rahmen der Veranstaltung “Altstadtfrühling” in der Warendorfer Altstadt ein Ehrenamtsfest statt. Auch wir von der Selbsthilfe-Kontaktstelle werden, gemeinsam mit einigen Selbsthilfe-Aktiven aus dem Kreis Warendorf, mit einem Infostand vertreten sein. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Am 28.06.2026 von 13.00 - 18.00 Uhr findet das 17. „Ahlen zeigt Flagge – Fest der Kulturen“ im Stadtpark Ahlen statt. Das Motto in diesem Jahr lautet „Ahlen vereint – in Vielfalt und Demokratie“ und knüpft an das vom letzten Jahr an und nimmt so auf die aktuellen gesellschaftspolitischen Ereignisse und Entwicklungen Bezug. Wir werden gemeinsam mit der Kreisgruppe und unserer Fachberatung an einem Stand zu finden zu sein. Vor dem Hintergrund globaler Krisen, wachsender Unsicherheiten und sozialer Spannungen ist es uns besonders wichtig, Selbsthilfe als Ort demokratischer Teilhabe, gelebter Solidarität und erfahrener Selbstwirksamkeit hervorzuheben. Wir freuen uns über Besuch!

Tag der Selbsthilfe am 16.09.2026 im FreiRaum in Warendorf - Selbsthilfegruppen: Gemeinsam im Gespräch

Selbsthilfegruppen sind wertvolle Netzwerke, in denen Betroffene einander in herausfordernden Lebenssituationen unterstützen. Sie bieten Raum für Austausch und Verständnis. Dies kann wichtig sein bei Diagnosen wie einer Krebserkrankung, chronischen Erkrankungen oder bei seelischen Belastungen z. B. Depression, Ängste oder Sucht, Beeinträchtigungen wie einer Behinderung oder auch bei anderen Herausforderungen, die das Leben an uns stellt.

Das Besondere an diesen Gruppen ist der geschützte Rahmen, der es ermöglicht, offen über persönliche Erfahrungen zu sprechen. Gemeinsam erarbeiten Betroffene Wege, um mit ihren Problemen umzugehen und sich gegenseitig zu stärken. Die Betroffenen Perspektive steht dabei immer im Mittelpunkt. Kommen Sie vorbei und erleben Sie die Kraft der Gemeinschaft – jede*r Betroffene, als Interessierte*r oder als Vertreter*in einer Selbsthilfegruppe ist willkommen!
Uhrzeit: 10:00 - 12:00 Uhr 

Ort: Begegnungsstätte "FreiRaum" | Münsterstr. 27 
| 48231 Warendorf
Ohne Anmeldung! 

Plakat 

https://www.nakos.de/aktuelles/tag-der-selbsthilfe/

Im Rahmen der Woche der seelischen Gesundheit laden die Selbsthilfe-Kontaktstelle Kreis Warendorf und das St. Rochus-Hospital Telgte am 19. Oktober 2026 von 18 bis 20 Uhr zu einem kostenlosen Informationsabend in den Freiraum Warendorf ein. Unter dem Titel „ADHS verstehen?! Warum ich immer anders war – ADHS im Erwachsenenalter“ informiert Dr. Elisabeth Bonzol über Symptome, Diagnostik und aktuelle Erkenntnisse zu ADHS bei Erwachsenen. Ergänzt wird der Abend durch persönliche Erfahrungsberichte aus der Selbsthilfe. Die Veranstaltung richtet sich an Betroffene, Angehörige, Fachkräfte und alle Interessierten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Termin: Montag, 19.10.2026 | 18:00 bis 20:00 Uhr
Ort: Begegnungszentrum Freiraum| Münsterstr. 27 | 48231 Warendorf
Eintritt: kostenfrei, keine Anmeldung erforderlich.

Plakat

Wie gelingt es, nach schweren Krisen wieder Hoffnung zu finden? Dieser Frage widmet sich Clemens Sprey in seiner Lesung aus dem Buch „Gestern Hölle. Heute Hoffnung.“. Offen und bewegend erzählt er von Trauma, Depression, Arbeitssucht und seinem Weg zurück ins Leben. Veranstaltet wird die Lesung von der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB®) im Kreis Warendorf .in Kooperation mit der Selbsthilfe-Kontaktstelle des Paritätischen Kreis Warendorf sowie dem FreiRaum Warendorf. 
Der Autor lebt selbst mit chronischen psychischen Erkrankungen und war der erste EX-IN-Genesungsbegleiter im Kreis Borken. Heute setzt er sich dafür ein, psychische Erkrankungen sichtbar zu machen, Vorurteile abzubauen und Menschen Mut zu geben.
Die Lesung verbindet persönliche Texte mit offenem Austausch und Begegnung. Sie richtet sich an Betroffene, Angehörige, Fachkräfte und alle Interessierten. Im Anschluss besteht Gelegenheit zum Gespräch mit dem Autor. „Ich habe gelernt zu überleben. Erst später lernte ich zu leben.“ Plakat

10.11.2026 | 17.00 – 19.00 Uhr | im Begegnungszentrum FreiRaum, Münsterstraße 23, 48231 Warendorf

Das Gesamttreffen ist ein offenes Angebot für alle Selbsthilfegruppen im Kreis Warendorf. Die Treffen dienen der Bearbeitung spezieller Themen, dem Erfahrungsaustausch und der Vernetzung untereinander. Es bietet Selbsthilfegruppen zudem einen Rahmen, sich als Teil eines größeren Selbsthilfenetzwerks erleben zu können.

1. Gesamttreffen: 04. Februar 2026 von 18.00 - 19.30 Uhr als Videokonferenz. Schwerpunktthema: Die Selbsthilfeförderung nach § 20h SGB V – wie Selbsthilfegruppen aus dem gesundheitlichen Bereich finanzielle Unterstützung über Pauschal- und Projektförderung beantragen können. Referent*innen sind: Ina Schulze und Lukas Heidemeyer, beide von der AOK NordWest

 

2. Gesamttreffen: 09. Juli 2026 von 18.00 - 19.30 Uhr in Beckum. Thema: “Das Neue begrüßen! Umgang mit allem, was „neu“ sein kann in der Gruppe”

 

3. Gesamttreffen: 06. Oktober 2026 von 18.00 - 19.30 Uhr in Kooperation mit dem Gesundheitsamt des Kreises Warendorf. Thema: „Medikamente und Patientensicherheit“. Referentin: Marion Raschke-Klose, Amtsapothekerin des Kreises Warendorf

Hinweis: Die Gesamttreffen gelten für Selbsthilfe-Aktive im Kreis Warendorf

Seminarangebote bietet die Selbsthilfeakademie NRW. Stöbern Sie gerne durch die vielfältige Auswahl und entdecken Sie das passende Seminar für Ihre individuellen Bedürfnisse und Ziele.

Aktuelles

Selbsthilfe kommt ins Rollen

Informationsangebot für Bürgerinnen und Bürger in Drensteinfurt

Warendorf, 07.10.2026: Das Selbsthilfefahrrad der Selbsthilfe-Kontaktstelle Kreis Warendorf macht vom 5. bis 19. Oktober Station in Drensteinfurt. Das auffällig gestaltete Lastenrad steht in dieser Zeit im Rathaus und informiert Bürgerinnen und Bürger über die vielfältigen Selbsthilfe- und Unterstützungsangebote im Kreis Warendorf. Viele Menschen stehen im Laufe ihres Lebens vor gesundheitlichen, persönlichen oder familiären Herausforderungen. Selbsthilfegruppen bieten dabei die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen, Verständnis zu finden und sich gegenseitig zu unterstützen. Im Kreis Warendorf engagieren sich bereits mehr als 100 Selbsthilfegruppen zu unterschiedlichsten Themenbereichen. Mit dem Selbsthilfefahrrad bringt die Selbsthilfe-Kontaktstelle ihre Angebote direkt zu den Menschen. Interessierte können sich vor Ort darüber informieren, welche Selbsthilfegruppen es gibt, wie eine Kontaktaufnahme gelingt oder wie eine neue Gruppe gegründet werden kann. Die Mitarbeitenden der Kontaktstelle stehen dabei als Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zur Verfügung.

Dass die Informationen mit einem Fahrrad unterwegs sind, passt hervorragend zur Fahrradregion Warendorf. Gleichzeitig symbolisiert das Projekt, worum es auch in der Selbsthilfe geht: Manchmal braucht es nur einen kleinen Anstoß und etwas Mut, um den ersten Schritt zu machen. Das farbenfrohe Design des Fahrrads soll Aufmerksamkeit wecken und dazu einladen, sich mit den Möglichkeiten der Selbsthilfe auseinanderzusetzen.

Anja Tünte von der Selbsthilfe-Kontaktstelle Kreis Warendorf betont: „Selbsthilfe lebt vom persönlichen Austausch und von gegenseitiger Unterstützung. Mit dem Selbsthilfefahrrad möchten wir Menschen dort erreichen, wo sie im Alltag unterwegs sind, und zeigen, wie einfach der Weg zu einer passenden Gruppe sein kann.“

Auch Bürgermeister Markus Wiewel und die Gleichstellungsbeauftragte Silke Russow begrüßen die Aktion. Sie sehen in der Selbsthilfe einen wichtigen Beitrag für Gesundheit, Lebensqualität und den gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort.

Wann und wo?

📍 Rathaus Drensteinfurt
🗓️ 5. bis 19. Oktober
⏰ Während der regulären Öffnungszeiten

Zusätzlich ist das Selbsthilfefahrrad donnerstags am Kulturbahnhof zu sehen.

Die Information und Beratung sind kostenfrei.

Kontakt

Silke Russow
☎️ 02508 / 995-1424
📧 s.russow@drensteinfurt.de

Bild v.l.n.r.: Anja Tünte (Selbsthilfe-Kontaktstelle Kreis Warendorf), Sebastian Kotys (SHG Chronisch Männlich), Markus Wiewel (Bürgermeister Stadt Drensteinfurt), Ronals Stein (SHG Werseohren), Silke Russow (Gleichstellungsbeauftragte)

Rückblick: Tag der Selbsthilfe im FreiRaum Warendorf

Warendorf, 18.09.2026: Am 16. September 2026 fand im FreiRaum in Warendorf der Tag der Selbsthilfe statt. Die Veranstaltung bot Interessierten, Betroffenen, Angehörigen sowie Vertreter*innen von Selbsthilfegruppen die Möglichkeit, sich über die vielfältigen Angebote der Selbsthilfe zu informieren und miteinander ins Gespräch zu kommen.

In einer offenen und wertschätzenden Atmosphäre entstanden zahlreiche interessante Begegnungen und anregende Gespräche. Die Teilnehmenden konnten Erfahrungen austauschen, Einblicke in die Arbeit verschiedener Selbsthilfegruppen gewinnen und neue Kontakte knüpfen. Dabei wurde deutlich, wie wichtig Selbsthilfegruppen als Orte der gegenseitigen Unterstützung, des Verständnisses und der Ermutigung sind.

Der Vormittag zeigte eindrucksvoll, welchen Beitrag Selbsthilfe zur Bewältigung von Herausforderungen leisten kann. Ob bei körperlichen Erkrankungen, psychischen Belastungen, Behinderungen oder anderen schwierigen Lebenssituationen: Der Austausch mit Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, kann stärken, Hoffnung geben und neue Perspektiven eröffnen.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmenden und Mitwirkenden, die mit ihrem Engagement, ihrer Offenheit und ihren persönlichen Beiträgen zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben. Gemeinsam machen wir Selbsthilfe sichtbar und stärken das Miteinander in unserer Region.

Gesamttreffen der Selbsthilfegruppen in Beckum: „Das Neue begrüßen“

Warendorf, 10.07.2026: Am 09. Juli 2026 kamen die Vertreterinnen und Vertreter der Selbsthilfegruppen zum Gesamttreffen im Mütterzentrum in Beckum zusammen. Der Abend stand unter dem Leitgedanken „Das Neue begrüßen“ und widmete sich der Frage, wie neue Menschen den Weg in eine Selbsthilfegruppe erleben und wie sie von Beginn an willkommen geheißen werden können.
Zu Beginn wurde deutlich, dass der erste Kontakt mit einer Selbsthilfegruppe für viele Menschen ein großer Schritt ist. Oft gehen damit Hoffnungen, Erwartungen, aber auch Unsicherheiten und Ängste einher. In einer lebendigen Kleingruppenarbeit beschäftigten sich die Teilnehmenden mit verschiedenen Fragestellungen aus der Perspektive neuer Gruppenmitglieder.
Dabei wurden folgende Fragen bearbeitet:

•    „Wenn ich neu bin, wünsche ich mir …“
•    „Wenn ich neu bin, habe ich Angst, dass …“
•    „Hilfreich wäre für mich, wenn …“

Die Gespräche zeigten, wie wichtig eine offene und wertschätzende Atmosphäre für neue Teilnehmende ist. Viele Wünsche und Gedanken ähnelten sich: Freundlichkeit, Respekt, Verständnis und das Gefühl, ohne Vorurteile angenommen zu werden, wurden immer wieder genannt. Gleichzeitig wurde deutlich, dass neue Gruppenmitglieder häufig Sorgen haben, nicht dazuzugehören, nicht verstanden zu werden oder sich mit persönlichen Themen zu schnell öffnen zu müssen.
Besonders wertvoll war der Austausch darüber, was den Einstieg in eine Gruppe erleichtern kann. Genannt wurden unter anderem eine herzliche Begrüßung, klare Informationen über den Ablauf der Treffen, feste Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sowie die Möglichkeit, sich im eigenen Tempo einzubringen.
Im Anschluss an die Kleingruppenarbeit fand eine Ideenwerkstatt statt. Hier wurden die gesammelten Erkenntnisse zusammengetragen und konkrete Anregungen entwickelt, wie neue Mitglieder künftig noch besser begleitet und integriert werden können. Die Teilnehmenden brachten zahlreiche kreative Ideen ein und zeigten damit erneut das große Engagement, das die Selbsthilfearbeit in unserer Region auszeichnet.
Das Gesamttreffen bot nicht nur Raum für Austausch und Reflexion, sondern stärkte auch das gemeinsame Verständnis dafür, wie wichtig ein gelingender Einstieg in die Selbsthilfe ist. Denn gerade die ersten Begegnungen können entscheidend dafür sein, ob Menschen den Mut finden, Unterstützung anzunehmen und Teil einer Gemeinschaft zu werden.
Mit vielen neuen Impulsen, wertvollen Erkenntnissen und einem gestärkten Bewusstsein für die Bedeutung einer willkommen heißenden Kultur endete die Veranstaltung um 20:00 Uhr.
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für die offene Mitarbeit, die ehrlichen Beiträge und den engagierten Austausch. Gemeinsam gestalten wir Selbsthilfe als einen Ort, an dem neue Menschen willkommen sind und sich von Anfang an angenommen fühlen können.

 

Ehrenamtsmeile beim Warendorfer Altstadtfrühling am 09.05.2026

Warendorf, 15.05.2026: Unsere Teilnahme an der Ehrenamtsmeile im Rahmen des diesjährigen Warendorfer Altstadtfrühlings war für uns ein rundum gelungener und sehr bereichernder Tag! Bei strahlendem Sonnenschein und bester Frühlingsstimmung durften wir zahlreiche Besucherinnen und Besucher an unserem Stand begrüßen.

In vielen angenehmen und offenen Gesprächen konnten wir unsere Arbeit vorstellen, Fragen beantworten und Einblicke in die vielfältige Welt der Selbsthilfe geben. Besonders gefreut hat uns das große Interesse an unseren Angeboten und der intensive Austausch mit den Menschen vor Ort. Es war schön zu erleben, wie offen und wertschätzend sich die Besucherinnen und Besucher mit dem Thema Selbsthilfe auseinandergesetzt haben. Ein echtes Highlight war unser Schätzspiel mit der Frage: „Wie viele Selbsthilfegruppen gibt es im Kreis Warendorf?“ – nicht nur für Kinder ein großer Spaß! Mit Begeisterung wurde geraten, gelacht und diskutiert. Als kleine Belohnung warteten süße Gummibärchen auf die Teilnehmenden, die für viele strahlende Gesichter sorgten.

Doch nicht nur die jüngeren Gäste waren neugierig: Auch viele Erwachsene zeigten großes Interesse und waren überrascht von der beeindruckenden Vielfalt und Anzahl an Selbsthilfegruppen in unserer Region. Wir freuten uns außerdem sehr über den Besuch von Bürgermeister Herrn Horstmann sowie seinen Mitarbeiter*innen, mit denen wir ebenfalls ins Gespräch kommen konnten.

Insgesamt bot die Ehrenamtsmeile eine wunderbare Gelegenheit, unsere Arbeit sichtbar zu machen, über die Bedeutung von Selbsthilfe zu informieren und neue Kontakte zu knüpfen. Die vielen positiven Rückmeldungen und Begegnungen haben uns einmal mehr gezeigt, wie wichtig und wertvoll unser Engagement ist.

Wir danken allen Besucherinnen und Besuchern für ihr Interesse und freuen uns schon auf zukünftige Veranstaltungen!

„Ich lade dich auf mein Sofa ein!“ – Leben mit Post COVID und ME/CFS

Warendorf, 13.05.2026: Am 05. Mai 2026 um 17.00 Uhr wurde im Heimatverein Neubeckum e.V. eine besondere Ausstellung zum Thema Post‑COVID und ME/CFS eröffnet. Anlass war der 12. Internationale ME/CFS Awareness Day, der jährlich am 12. Mai auf die oft übersehene Erkrankung aufmerksam macht.

Die Ausstellung war von der Selbsthilfegruppe Post COVID Ahlen konzipiert worden und zeigte eindrückliche Exponate und Bilder von Sabine Haak. Sie wollte nicht medizinisch erklären, sondern erfahrbar machen, wie tiefgreifend Post‑COVID und ME/CFS den Alltag der Betroffenen verändern. Die gezeigten Objekte erzählten von Erschöpfung, begrenzter Energie und einem Leben, das sich plötzlich grundlegend verändert hatte – ebenso wie vom Mittragen und Mitleiden der Angehörigen.

Zur Ausstellungseröffnung fand eine Gesprächsrunde mit Sabine Haak und Britta Kloß, beide selbst betroffen und Mitglieder der Selbsthilfegruppe Post COVID ME/CFS, statt. Die Moderation übernahm Christa Steinhoff‑Kemper von der Selbsthilfe‑Kontaktstelle Kreis Warendorf. Die zentrale Botschaft der Ausstellung lautete: „Ich lade dich auf mein Sofa ein – schau, wie es sich anfühlt.“ Sie lud dazu ein, innezuhalten, die Perspektive zu wechseln und ein besseres Verständnis für eine meist unsichtbare chronische Erkrankung zu entwickeln.

Eine gelungene Veranstaltung!

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Hintergrundinformation: Der ME-Awareness-Day am 12. Mai: Eine oft übersehene schwere Erkrankung: 

Die Myalgische Enzephalomyelitis (ME/CFS) ist eine schwere, chronische und seit 1969 von der WHO anerkannte neurologische Erkrankung, die trotz vieler Betroffener noch immer wenig bekannt ist. Sie betrifft mehrere Körpersysteme wie Nerven, Immunsystem und Muskulatur und äußert sich u. a. durch starke Erschöpfung, Schmerzen, Konzentrations‑ und Kreislaufprobleme. Eine ursächliche Therapie gibt es bislang nicht. Zentrales Diagnosemerkmal ist die post‑exertionelle Malaise (PEM) – eine deutliche Verschlechterung der Symptome nach körperlicher oder geistiger Belastung. Häufig wird ME/CFS nach Infektionen beobachtet, in den letzten Jahren vermehrt im Zusammenhang mit COVID‑19. Der internationale ME‑Awareness‑Day am 12. Mai macht auf die Situation der Betroffenen aufmerksam und wirbt für mehr Wissen, Anerkennung und einen sensiblen Umgang im Alltag.

Empfehlungen und Hinweise zur Auswahl von Fotos sowie wissenschaftlicher Angaben: https://www.mecfs.de/presse/pressefotos/

 

Jahresrückblick 2025: Entwicklungen der Selbsthilfe im Kreis Warendorf

Warendorf, 31.03.2026: 2025 erreichten die Selbsthilfe-Kontaktstelle insgesamt 1.875 Anfragen. Die meisten Personen meldeten sich per E-Mail (1.322), gefolgt von 510 telefonischen Kontakten und 43 persönlichen Gesprächen. Die Gesamtzahl lag leicht unter der des Vorjahres, da neue Gruppen teilweise direkt durch ihre Initiator*innen kontaktiert wurden. Der Trend zu digitalen Anfragen verstärkte sich weiter. Fachkräfte wandten sich häufiger an die Kontaktstelle, und der Anteil weiblicher Kontaktpersonen lag bei 74 %. Deutlich zugenommen haben die Anfragen zu psychischen Erkrankungen, was aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen widerspiegelt.

Im Kreis Warendorf fanden 2025 vier Vernetzungstreffen für Selbsthilfegruppen statt – eines davon in Kooperation mit dem Kreis-Gesundheitsamt. Inhalte waren u. a. Informationen zur Krankenkassenförderung, die Rolle von Gruppenansprechpartner*innen, die Zusammenarbeit mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst sowie ein offener Jahresausklang.

Neu aufgenommen wurden folgende Selbsthilfegruppen: die Elterngruppe ASS in Warendorf, EndoUnity (Endometriose) in Kooperation mit dem Josephs-Hospital, die FASD Selbsthilfegruppe Warendorf, die Gruppe „Gemeinsam wohnen in Telgte“ für Eltern von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Behinderung sowie „Paulis Freunde“ aus Ahlen für Eltern von Schulkindern mit Behinderung.
Die Selbsthilfe war 2025 an vielen Orten im Kreis sichtbar. Dazu gehörten die Roll-up-Ausstellung „Vielfalt der Selbsthilfe“ in Oelde, Infostände im Josephs-Hospital, der Themenabend „Burnout in Beruf und Familie“ in Telgte und ein Vortragsabend zum Thema Anorexie. Die Kontaktstelle war außerdem beim „Markt der Möglichkeiten“ in Warendorf, beim „Tag der Begegnung“ in Beckum und bei der Straßenaktion „Auf einen Kaffee mit der Selbsthilfe“ präsent. Ziel all dieser Aktivitäten ist es, Selbsthilfe bekannter zu machen und den Austausch mit Bürger*innen zu fördern.

Zu den zentralen Aktivitäten des Jahres gehörten vier kreisweite Vernetzungstreffen, ein Workshop zum Thema „Loslassen lernen“, verschiedene Infostände, Vortragsabende sowie zahlreiche Informations- und Austauschformate im gesamten Kreisgebiet.
2026 hat sich die Selbsthilfe-Kontaktstelle personell neu aufgestellt. Anja Tünte (Dipl.-Pflegewissenschaftlerin) und Christa Steinhoff-Kemper (Dipl.-Pädagogin) haben ihre Arbeit aufgenommen und bringen umfassende Erfahrung aus der Selbsthilfe und der psychosozialen Beratung mit. Anlass für die Neuorganisation waren der Ruhestand von Sabine Tenambergen sowie der Wechsel von Christiane Vollmer zur Selbsthilfe-Kontaktstelle Münster. Mit dem neuen Team beginnt ein neuer Abschnitt in der Selbsthilfearbeit im Kreis Warendorf. Hier können Sie sich den Jahresbericht anschauen oder herunterladen.